Osvrt Biskupskog ordinarijata u Požegi na pisanje agencije „Kathpress" o Jasenovcu

Kreirano: Utorak, 05 Svibanj 2015

Požega, (IKA) - Katolička austrijska tiskovna agencija (Kathpress) objavila je na svojem portalu, 24. travnja 2015. podulji članak o bogoslužju što ga je u Jasenovcu predvodio srpski patrijarh Irinej, 22. travnja 2015. o 70. obljetnici oslobođenja logora. Izvještaj donosi tvrdnje i podatke iz komunističke i veliko-srpske propagande te je Biskupski ordinarijat u Požegi smatrao potrebnim na njega odgovoriti sljedećim pismom:

 

Wir sind immer erfreut wenn die Katholische Presseagentur Österreich (KATHPRESS) die Nachrichten aus dem Leben der Katholischen oder Serbisch-orthodoxen Kirche in Kroatien veröffentlicht, die der Wahrheit und der Gerechtigkeit dienen. Es ist aber nicht der Fall mit dem Artikel „70 Jahre Jasenovac-Befreiung: Gedenkfeier mit Patriarch Irinej", der auf der Web-Seite der Agentur, am 24. April 2015 erschienen ist. Die Quelle von der der Autor des Artikels die Informationen genommen hat, war nicht gut informiert, oder wollte vielleicht absichtlich die Leser falsch informieren. Es ist uns nicht gelungen Bericht über die Gedenkfeier in Jasenovac von der Stiftung „Pro Oriente" zu konsultieren, auf die sich der Artikel in KATHPRESS beruft. Da Jasenovac auf dem Gebiet von der Diözese Požega liegt, um die Schaden zu verhindern die der Artikel verursachen könnte, fühlen wir uns verpflichtet an die Redaktion von KATHPRESS zu schreiben mit der Bitte, unseren Brief auf derselben Web-Seite zu veröffentlichen.

Der genannte Artikel berichtet über dem Gottesdienst, den am 22. April 2015, anlässlich des 70 Jahrestages der Flucht der Gefangenen aus dem Konzentrationslager von Jasenovac in Kroatien, Seine Heiligkeit Patriarch der Serbisch-orthodoxen Kirche Irinej mit einigen Bischöfen aus seiner Kirche in Jasenovac gefeiert hat, an dem auch die Vertreter der katholischen Diözese Požega teilgenommen haben. Die Information leidet an einer Oberflächlichkeit, weil sie z. B. behauptet, dass der genannte Gottesdienst in der Ortschaft Mlaka, und nicht in der Serbisch-orthodoxen St. Johannes der Täufer Kirche in Jasenovacstatt gefunden hat, dass Patriarch German die Kirche in Mlaka, und nicht in Jasenovac im Jahre 1984. geweiht hat. Die Tatsache ist, dass der Metropolit von Montenegro, Herr AmfilohijeRadović am Vorabend des genannten Tages eine Vesper in Mlaka gefeiert hat, und der Patriarch Irinej den Hauptgottesdienst in der Orthodoxen-Kirche von Jasenovac gehalten hat, die Patriarch German in 1984 geweiht hat.

Es ist aber viel problematischer wenn Autor des Artikels in seiner Beschreibung Konzentrationslagers in Jasenovac die propagandistische und ideologische kommunistische und groß-serbische These vertritt, dass in diesem Lager 700.000 Menschen, davon 100.000 Kindern von dem kroatischen Ustascha-regime umgebracht worden sind. Diese Opfernummer hat die kommunistische Titos Kommission nach dem Zweiten Weltkrieg aus zwei Gründen erfunden: Einerseits um je höhere Kriegsreparaturgeld von den Deutschen zu verlangen, und andererseits um das ganze Kroatische Volk und die Katholische Kirche in Kroatien anzuklagen zu können, um seine eigene politische und ideologische Feinde zu verfolgen. Die Zahl der Einwohner im damaligen Kroatischen Unabhängigen Staat kann man mit der genannten Opfernummer nicht in Verbindung setzen, wie es die seriöse wissenschaftliche Untersuchung bestätigt hat. Diese Untersuchung hat bewiesen, dass die Opfernummer der Ustascha-regime in Kroatien, einschließlich Serben, Juden, Roma, Kroaten und andere Nationalitäten, mehr oder weniger 80.000 betragen könnte. Niemand der heute aufgrund der Tatsachen vom Konzentrationslager in Jasenovac spricht, vertritt die erwähnte Nummer von 700.000, außerhalb derjenigen, die nicht Wahrheit suchen, sondern mit der kommunistischen oder groß-serbischen Ideologie noch immer handeln möchten, um eigene Interesse zu erzielen. Es ist bemerkenswert, dass Autor des Artikels in KATHPRESS in diesem Sinne keine Schwierigkeit findet, die Worte des Patriarchen Irinej in seiner Predigt in Jasenovac von „zehntausende Menschen die ihr Leben lassen mussten", mit seiner 700.000 Opfern in Verbindung zu bringen.

Damit wollen wir in keiner Weise versuchen das Verbrechen des Ustasha-regimes an den Menschen in Konzentrationslager in Jasenovac weniger grausam zu machen. Wir möchten auf die Komplexität der Jasenovac-Frage aufmerksam machen, uns um die Wahrheit und Dignität der Opfer einsetzen, damit man mit ihnen nicht für die verschiedene Zwecke manipuliert, wie es zur kommunistischen Zeit üblich war. Die Katholische Kirche in Kroatien hält auch heute an der Meinung des Erzbischofs von Zagreb Alojzije Stepinac fest, der am 19. Februar 1943 gesagt hat, dass das Konzentrationslager in Jasenovac ein „schändlicher Makel ist", und die Mörder als „das größte Unglück Kroatiens" verurteilt hat. Die Diözese von Požega, auf derer Gebiet sich Jasenovac befindet, organisiert jedes Jahr am Freitag vor dem Palmsonntag einen besonderen Bußgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche von Jasenovac, um der Opfern allen Nationalitäten, Religionen oder Ideologien zu gedenken. Dieses Jahr nahm an solchem Gottesdienst auch der serbisch-orthodoxe Bischof von Ort, Herr Jovan Ćulibrk aus Pakrac Teil. Wir wünschten uns, dass auch die andere Kirchen in Kroatien, nicht nur Opfern des eigenen Volkes gedenken, sondern auch der Opfern von der kroatischen Nationalität, besonders derjenigen die in großer Zahl nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem sogenannten „Bleiburg-Kreuzweg" von der Titos Armee, ohne Gerichtsverfahren, an den verschieden Orten, teilweise bis heute unbekannt, getötet worden sind.

Um der Wahrheitswillen möchten wir noch daran aufmerksam machen, dass Konzentrationslager in Jasenovac nicht im Jahre 1945 geschlossen worden ist, und dass das kommunistische jugoslawische Regime dort nach dem Zweiten Weltkrieg ein Lager für seine Kriegs- und Ideologiefeinde bis dem 1948 oder bis dem 1951 lebendig gehalten hat. Die Dokumente von dieser Zeit sind leider nicht alle vorhanden, um das kommunistische Verbrechen an vielen Menschen gründlich untersuchen zu können, und volle Wahrheit über Konzentrationslager in Jasenovac zu haben.

Wir bedanken uns der Redaktion des KATPRESS, dass sie durch die Veröffentlichung unseres Briefes ihren Lesern ermöglicht, eine bessere Information über Konzentrationslager in Jasenovac zu bekommen.

Požega, den 30. April 2015

Das Bischöfliche Ordinariat in Požega

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